Unter dem Dach der Kindertafel finden sich verschiedene Projekte, die die Versorgung von Kindern aus benachteiligten Familien verbessern sollen. Diese Kinder erhalten häufig keine warme Mahlzeit, und aus Kostengründen können sie häufig auch nicht an der Gemeinschaftsverpflegung in Kitas oder Schulen teilnehmen.
Es geht vor allem darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, d. h. den Kindern die Möglichkeit aufzuzeigen, wie man sich selbst mit geringen Mitteln gut, ausreichend und gesund versorgen kann. Nach Möglichkeit sollen auch die Eltern in die Projekte einbezogen werden, so dass die Nachhaltigkeit sichergestellt werden kann und die Projekte auch eine wichtige soziale Funktion zur Stärkung der Eltern leisten können. Wo die Eltern nicht teilnehmen, wird darauf gesetzt, dass die Kinder als Multiplikator fungieren.
So gibt es zur Zeit in zwei Kindertagesstätten/Familienzentren in der Dortmunder Nordstadt das Mutter-Kind-Kochen. Kinder kochen dort einmal pro Woche unter Anleitung der Hauswirtschaftskräfte der Kita. Jeweils für ein Kindergartenjahr werden Eltern eingeladen, ihre Kinder dabei zu begleiten. Die Eltern suchen gemeinsam die Gerichte aus, stellen den Einkaufszettel zusammen und begleiten das Kochen.
Dadurch werden auch die Eltern gestärkt. Manche Mütter haben nur dadurch die Chance, andere Eltern kennenzulernen, sie merken, „Ich kann für das Ganze etwas beitragen“. Durch die ausschließliche Benutzung der Deutschen Sprache ist das Mutter-Kind-Kochen gleichzeitig für viele ein Sprachtraining.
Durch das Mutter-Kind-Kochen können einmal wöchentlich auch die Kinder versorgt werden, die sich das Mittagessen in der Kita nicht leisten können.
Außerdem gibt es in einer Förderschule eine Koch-AG, bei der die Kinder des Offenen-Ganztags-Bereiches gemeinsam mit einer Fachkraft eine Mahlzeit zubereiten.
Anfang 2010 wurde in einer weiteren Kita in der Dortmunder Nordstadt die Krabbeltafel eröffnet. Dort erhalten Mütter mit Kleinkindern unter drei Jahren einmal wöchentlich Tipps zum Umgang mit Lebensmitteln und zur gesunden Ernährung. Gemeinsam mit pädagogischer und hauswirtschaftlicher Hilfe werden Schulungen zum Thema Kochen oder Hygiene angeboten.
Im April 2010 startete das Obstprojekt in der Oesterholz-Grundschule. Auf Anregung des Elterncafés der Grundschule treffen sich dort Mütter und Väter und schneiden dort Obst und Gemüse in mundgerechte Portionen, die dann zur großen Pause in die Klassenzimmer gebracht werden. Die Lebensmittel dafür werden von der Dortmunder Tafel zur Verfügung gestellt.
Im Mai 2010 kamen zwei weitere Kitas hinzu, in denen Eltern-Kind-Kochen angeboten wird.



Kindertafel


